Warnung vor zweifelhaften Eintragungsangeboten!

In letzter Zeit ist eine vermehrte Aktivität von Unternehmen festzustellen, die Angebote für kostenpflichtige Eintragungen in vermeintlich amtliche Register versenden. Insbesondere Ärzten wird immer häufiger ein Vertragsformular zugesandt, in dem die Eintragung in ein Gewerbe- oder Ärzteverzeichnis angeboten wird.

 

Die Aufmachung der Formulare erweckt in der Regel den Eindruck, als sollte nur die Richtigkeit von Daten eines bereits bestehenden Vertragsverhältnisses geprüft und bestätigt werden. Dass ein kostenpflichtiger Vertrag mit einer Mindestlaufzeit zu Stande kommt, ist dabei nur beim Lesen des „Kleingedruckten“ zu erkennen. In der Regel handelt es sich entgegen der Darstellung weder um ein behördliches Schreiben noch um ein amtliches Verzeichnis, in das der Betroffene eingetragen werden soll. Da die Formulare die einzutragenden Daten meist bereits enthalten, ist lediglich eine Unterschrift erforderlich.

 

Wir empfehlen ausdrücklich, zweifelhafte Angebote nicht zu unterzeichnen, sondern umgehend einer rechtlichen Prüfung zu unterziehen. Selbst bei erfolgter Unterzeichnung sollten Zahlungen nicht getätigt werden. Regelmäßige und wiederholte Zahlungsaufforderungen (z. B. „Letzte Mahnung vor Klageeinreichung“) sind dann keine Seltenheit und verfolgen häufig nur den Zweck, Zahlungsdruck zu erzeugen. Im Hinblick auf die Wahrung von Anfechtungsfristen ist ein unverzügliches Handeln nach Unterzeichnung jedoch zwingend geboten.

 

Insbesondere Angebote der „Gewerbeauskunft-Zentrale“, des „Zentralen Ärzteverzeichnis“, der BBD Branchenbuch Deutschland GmbH oder der J.Kerler Verlag GmbH sollten eingehend geprüft und nicht vorschnell unterzeichnet werden.

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